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Der Dichter und sein Kämmerlein. So unser Bild von der Lyrik. Ihr Sitz: ein schmales Büchlein.

In Wirklichkeit sind kreative Text-KünstlerInnen längst in internationalen Werbeagenturen und multimedial agierenden Redaktionen unterwegs, wo Schrift- und Bildsprache digital so kombiniert werden, als sei die Grenze zwischen Text und Bild eine Fiktion. Ist sie auch. Für alle, die Instagram & Co. nicht aus ihrer Wahrnehmung verdrängen, wenn sie an Lyrik denken.

Soziale Medien wie Instagram & Co. bieten den Raum für eine Lyrik, die aus digitaler Interaktion entsteht.

Weltweit werden lyrische Text-Bild-Botschaften in direktem Kontakt mit Followern publiziert, die durch „Like“s spontane Zustimmung äußern können. Wenn Lyrikwettbewerbe in ihren Ausschreibungsbedingungen fordern, dass eingereichte Beiträge „nicht veröffentlicht“ sein dürfen, verkennen sie die conditio sine qua non moderner Lyrik.

Die Realität, in der wir leben, umfasst neben der physischen Wirklichkeit auch virtuelle Räume, 

In einer digital gefilterten Wirklichkeit bieten virtuelle Räume für KünstlerInnen einen Ort zur Entfaltung ihrer Kreativität und zur Selbstreflexion, auch über die Bedingungen der eigenen kreativen Experimente. Das Projekt „LyrikArten“ lädt dazu ein, Lyrik im digitalen Zeitalter neu zu definieren.